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BROSE Reverse Engineering

Verfasst: Sa 12. Sep 2026, 18:38
von MC600
Hallo,

hat sich eigentlich schon einmal jemand die Mühe gemacht, Schriftsätze und Symbole aus einem EPROM einer Flip-Dot-Anzeige von BROSE auszulesen und so aufzubereiten, dass sie theoretisch wieder als Rohdaten im Vollmatrixeditor verwendet werden könnten?

​Das hatte ich mir vor geraumer Zeit schon einmal auf die Fahne geschrieben, bin zeitlich aber noch nie dazu gekommen, mir das anzuschauen.

​Das DOS-Progrämmchen ist ja ziemlich primitiv. Der Export dürfte ebenso wenig eine Raketenwissenschaft sein. Vermutlich werden die Daten beim Export aber komprimiert und liegen nicht als 1-Bit-Monochrom-Bitmaps auf dem EPROM?

​Würde mich mal interessieren!


​Grüße
Patrick

Re: BROSE Reverse Engineering

Verfasst: Sa 12. Sep 2026, 18:51
von Jeff
Hey,

Das habe ich.

Die Lösung:
Den entsprechende Bereich von Anfang des Zeichensatz bis ende Zeichensatz aus dem Kundeneprom kopieren (Die HEX-Werten) und ins Charxyz.VMA einfügen.
Wahrscheinlich passt dann die Labeldatei nicht ganz überein mit manche Symbole, aber ein Hex-enwerk (Schlechtes Wortspiel) ist das tatsächlich nicht mal.

Zumindest nicht für VMAED Konfiguration bzw. IS-Edit Konfig mit VmaEd Export.
Komprimiert wird da so gut wie nix. Zumindest habe ich da nix komprimiertes gefunden.

Hatte mir damals extra die Mühe gemacht und eigene Beschreibung geschrieben um dann hinterher feststellen zu müssen, dass es deutlich einfacher und effizienter ging 😅

Zeichensatz im Kundeneprom beginnen häufig entweder bei $0100 oder $0D00 und endet meistens mit HEX FF.
Streng genommen wird der Zwischenraum zwischen Zeichensatz bis zur nächsten Konfiguration (Entweder Linie oder Ziel) mit 0xFF aufgefüllt.
Alle HEX-Werten ab den genannten Startwert (Zeichensatz fängt meistens mit HEX 20 A0 (Leerzeichen mit Fontindex 0)) bis die ganzen FF kommen, markieren und kopieren.
BROSE_Ausgabe.png
Entweder Du erstellst dir eine neue VMA Datei oder nimmst eine vorhandene und tust die kopierten Werten dort einfügen bzw. bei vorhandener Datei komplett überschreiben.
Am Ende muss noch HEX FF eingefügt werden um den Abschluss zu signalisieren.

Wie erwähnt können Symbole falsch aufgeführt sein hinterher.
Symbol im VmaEd aufrufen, Namen merken, in der Label.VMA öffnen, nach den gemerkten Namen suchen und entsprechend neu benennen. Wichtig: Die Änderungen werden in VmaEd erst sichtbar, wenn den Zeichensatzeditor neu geöffnet hast.

Bei Kundendaten die nun aus IS-Edit stammen mit der neuen Format kann ich nicht sagen wie dies zurück entwickelt werden kann.

Re: BROSE Reverse Engineering

Verfasst: So 13. Sep 2026, 10:10
von MagnusMagus
Ich habe es Mal(im Auftrag von einen Betrieb) manuell gemacht und sogar im Alten Forum den "Metadata" Bereich des Bios beschrieben, also wo Schriftarten, Texte und Konfiguration gespeichert werden.

Ich nehme Mal an du willst so was wie der LAWO decoder im OpenIBISTool?

Re: BROSE Reverse Engineering

Verfasst: So 13. Sep 2026, 14:29
von MC600
BROSE gefällt mir immer mehr. Wie von Jeff bereits erwähnt, ist das Überführen der Piktogramme und Schriften aus dem EPROM in die Rohdatei überraschend einfach. Einfach genial! Der Teil wird beim Export aus VMAED 1:1 übernommen. Das reicht mir auch ... So konnte ich die von mir so sehnlich vermisste Schriftart samt Logos direkt in meinen Editor einbinden.

Danke!


Grüße
Patrick

Re: BROSE Reverse Engineering

Verfasst: So 13. Sep 2026, 14:41
von Jeff
In der Tat ist BROSE wirklich einfach.
Einer der wenigen Hersteller die ich bis heute noch gerne programmiere.

Mittlerweile habe ich mich in der Ausgabe so weit gearbeitet, dass ich auch ohne VmaEd/IS-Edit Einträge erstellen könnte 😅

Aber so ein Importer der aus der gesamten Konfiguration einzelne für Vmaed verwendbare Dateien macht wäre doch schön.
Musste damals händisch die Ziele aus dem Epromauszug ins Software schreiben.